
Ein Film und eine Tanzperformance von Jamila Baioia (Zmagria, die dieses Jahr das Belluard Bollwerk International eröffnet hat!), gefolgt von Rap-Konzerten von Radio Fantôme und TOAM an diesem wunderschönen zweiten Festivaltag. Die legendäre Habibitch wird euch bis tief in die Nacht hinein im dekolonialen, feministischen und verehrungsvollen Geist zum Mitwippen bringen.
Wir freuen uns auf diesen zweiten Tag mit euch! ♥︎


Layal, eine junge palästinensische Lehrerin, wird verhaftet und in ein israelisches Hochsicherheitsgefängnis eingesperrt, wo sie einen Jungen zur Welt bringt. Im Kampf ums Überleben und um die Erziehung ihres Neugeborenen hinter Gittern ist sie hin- und hergerissen zwischen ihrem mütterlichen Instinkt und den schwierigen Entscheidungen, die sie treffen muss. In ihrer Beziehung zu den anderen Gefangenen – sowohl palästinensischen als auch israelischen – findet sie den nötigen Raum und die Zeit, um nachzudenken, zu sich selbst zu finden und zu einer jungen Frau heranzuwachsen.


Zmagria bietet eine biografische Erkundung verschiedener Nationalitäten und der vielfältigen Realitäten von Identität aus der Perspektive einer Freiburgerin, die sich dafür entschieden hat, ihr lange unterdrücktes marokkanisches Erbe voll und ganz anzunehmen. Sie verbindet Bewegungen, Klänge und Rhythmen mit ihrer Praxis des zeitgenössischen Tanzes. Mit der Kreation „Zmagria“ eröffnete sie in diesem Jahr das Belluard Bollwerk in der Festung. Jamila Baioia wirft Fragen zu wenig bekannten Kapiteln der Schweizer Geschichte sowie zu aktuellen Migrationserfahrungen, zur Einwanderungspolitik, zu Diskriminierungen und zur Ausblendung verschiedener biografischer Erzählungen auf.
Foto: © Ghassane Kaaibich


Radio Fantôme ist eine Rap-Band aus Freiburg, bestehend aus Cyril Siffert und Attila Coursin. Seit 2023 sind sie aktiv und komponieren und schreiben gemeinsam düstere und kraftvolle Songs mit kämpferischen und zutiefst antikapitalistischen Texten. Derzeit arbeiten sie an der Veröffentlichung ihres allerersten Projekts, das im Laufe des Jahres 2026 erscheinen soll.


Toam ist ein antifaschistischer Rapper der neuen Generation. Der aus Rennes stammende Pariser ist seit 2023 musikalisch aktiv. Seit drei Jahren hat sich Toam zu einer starken Stimme des militanten Rap entwickelt und behandelt Themen wie Antikolonialismus, Antirassismus und den Kampf gegen den Maskulinismus. Als lyrischer Rapper sind seine Texte von seinem Alltag, seinen Angehörigen und seinen tahitischen Wurzeln geprägt. Seine Botschaft ist klar: Auflehnung gegen die Gewalt der extremen Rechten. Im Laufe seiner Karriere hat Toam mehr als 20 Titel veröffentlicht, von denen 16 über 10.000 Streams auf Spotify verzeichnen.


Als DJ, Choreograf*in, Performerin, Tänzerin und Rednerin zeichnet sich Habibitchs Arbeit durch eine Synergie aus Kreativität und sozialem Engagement aus. Als multidisziplinäre Künstlerin verwebt sie politisches Denken – geprägt von Geschichten, Kämpfen und sich überschneidenden Identitäten – in ihre präzisen House-Sets. Als Verfechterin der palästinensischen Sache verwebt Habibitch Rhythmen und Erzählungen miteinander, um den Club in einen von Bedeutung durchdrungenen Raum zu verwandeln, in dem auch das Tanzen zu einem Statement wird.